Franz-Josefs-Bahnhof – Städtebauliche Entwicklung “Althangrund” – Kooperatives Verfahren

Stift auf Plan

Das Projektgebiet Althangrund ist in seiner gesamten Dimension ein wichtiger innerstädtischer Raum für unterschiedliche Nutzergruppen innerhalb und außerhalb des 9. Bezirks. Als stadtstrukturierendes Orientierungselement ist er im Bewusstsein der Menschen durch den Franz-Josefs-Bahnhof, die Wirtschaftsuniversität Wien, das Verkehrsamt, die Station Spittelau und die angrenzende Müllverbrennungsanlage Spittelau fest verankert.

Am Althangrund treffen Zentrumslage, Naturraumnähe, Verkehrsknotenpunkt, Wirtschafts- und Studentenleben, aber auch Barriere und architektonische und nutzerische Gleichförmigkeit aufeinander.

Die Verlagerung des Standortes der Wirtschaftsuniversität Wien in den Prater und sich abzeichnende Nutzungsänderungen bei weiteren Bauteilen waren Auslöser im Jahr 2010 das städtebauliche Projekt „Entwicklung Althangrund“ zu beginnen.

Ziel dieses Projekts war es ein Leitbild für die künftige bauliche Entwicklung des Areals auszuarbeiten. Aufgrund der bestehenden mittelfristigen Möglichkeiten zur Rücknahme der Eisenbahninfrastruktur wurde in einem ersten Schritt für einen Teilbereich des Planungsgebiets ein Grobes Leitbild erstellt. Aufgabe von Emrich Consulting war dabei die Moderation und Organisation des gesamten Prozesses sowie die fundierte fachliche Beratung.

Bei der Erstellung des Groben Leitbilds wurde besonders darauf Wert gelegt einen attraktiven, infrastrukturell entsprechend ausgestatteten, gut erschlossenen und mit einer spezifischen Prägung versehenen Stadtteil in innerstädtischer Lage zu entwickeln. Das nahe Freizeit- und Naherholungspotenzial des Donaukanals sollte ausgeschöpft werden und durch qualitativ hochwertige Nutzungen ergänzt werden, sodass Impulse für die angrenzenden Bezirksteile entstehen.

Um sicherzustellen, dass das Grobe Leitbild zweckmäßige stadtplanerische Vorschläge enthält und die Bedürfnisse der Bevölkerung wiederspiegelt, wurde von Anfang an großer Wert auf Kommunikation und Partizipation gelegt (unter anderem wurde ein Informationslokal eingerichtet und eine Ausstellung über Projektarbeiten von Studierenden zum Althangrund abgehalten). Eingeflossen in das Grobe Leitbild sind die Anforderungen der Eigentümer- und NutzerInnen des Althangrunds, die Bedürfnisse und Wünsche der AnrainerInnen (welche zuvor in einem BürgerInnenbeteiligungsprozess ermittelt wurden) und die Vorstellungen der Stadt- und Bezirkspolitik sowie externer und magistratsinterner PlanungsexpertInnen (welche in einem mehrtägigen kooperativen Verfahren unterschiedliche Szenarien ausgearbeitet haben).

Letztlich soll das Grobe Leitbild dazu beitragen eine geordnete städtebauliche Neuordnung des Geländes herbeizuführen und eine gute Vernetzung des unmittelbaren Wohnumfeldes mit dem Erholungsgebiet Donaukanal zu ermöglichen. Das Grobe Leitbild stellt somit eine zentrale Grundlage für weiterführende Planungen nach erfolgten strategischen Standortentscheidungen der Grundeigentümer dar.

 

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Link:

Stadt Wien – Projektwebseite

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