Studie “Energieausweis für Siedlungen” (NÖ)

Für Gebäude ist die Erstellung eines Energieausweises, ähnlich dem von Haushaltselektrogeräten, mittlerweile verpflichtend. „Passivhäuser“, „Nullenergiehäuser“ und „Ökohäuser“ sind die in diesem Zusammenhang häufig verwendeten Begriffe. Bei dem Bemühen, den Energieaufwand für Heizen und Warmwasseraufbereitung bei Gebäuden so gering wie möglich zu halten, wird meistens deren Kontext, also das gebaute Umfeld – die Siedlung, die Bebauungsform, die Erschließung – nicht berücksichtigt. Damit wird ebenfalls außer Acht gelassen, welcher Energieaufwand für die erforderliche Infrastruktur benötig wird, um dieses eine beim Energie-Ausweis betrachtete „Null-Energie-Haus“ tatsächlich bewohnbar zu machen. Die Rede ist von technischer Ver- und Entsorgungsinfrastruktur, Verkehrs­infrastruktur, sozialer Infrastruktur, deren Zusammenspiel und Abhängig­keiten voneinander, Erstinvestition zum Errichten und laufender Betrieb.

Mithilfe des „Energieausweises für Siedlungen“ kann die Gesamtenergieeffizienz von Siedlungen dargestellt werden. Anhand der definierten Parameter können dann anhand einer Kategorisierung verschiedene Bebauungs­varianten an verschiedenen Standorten miteinander verglichen werden. Ziel ist die gesamtheitliche Optimierung, nicht nur von Einzelobjekten, sondern von Siedlungseinheiten um eine kompakte Siedlung mit möglichst kurzen Wege und hoher Wohnqualität zu erreichen. Die Bereitschaft aber auch die Möglichkeit das eigene Haus bzw. die eigene Wohnung in einer energieeffizienten Siedlungseinheit zu errichten soll damit erhöht werden.

Mehr Informationen unter: energieausweis-siedlungen.at

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